Es gibt viele Gründe nach Kanada auszuwandern

Den einen lockt die unberührte Natur, den anderen die modernen Großstädte. Die eine möchte eine neue Karriere in einer der pulsierenden Industrien starten, die andere möchte ein entspanntes Leben auf dem Land führen.

All das ist hier in Canada selbstverständlich möglich. Auf das Leben in Kanada selbst, was hier möglich ist und was nicht, darauf möchte ich auf dieser Website nicht eingehen. Sie finden im Internet hunderte oder gar tausende von Webseiten, die sich damit beschäftigen. Ich lege Ihnen sehr ans Herz, sich hier ausführlich zu informieren. Nicht immer entspricht die Realität dem, was man sich selbst erträumt.

Der beste Weg ist aber immer noch: Kommen Sie nach Kanada, mieten Sie sich z.B. ein Wohnmobil und reisen Sie für ein paar Wochen herum. Verschaffen Sie sich einen eigenen Eindruck mit eigenen Augen. Besuchen Sie die von Ihnen in Betracht gezogene Gegend und versuchen Sie den Blick nicht als Urlauber schweifen zu lassen sondern versuchen Sie sich vorzustellen ob Sie dort dauerhaft leben möchten.

So unterschiedlich die Menschen und ihre Zielvorstellungen auch sein mögen, dennoch verbindet alle Auswanderer ein gemeinsames Thema: Das Thema der Einwanderung.

Lassen Sie mich im Folgenden einen kurzen Überblick über die Einwanderung nach Kanada geben.

Hinweise für das Auswandern nach Kanada

Überblick

a) Überblick

Grundsätzlich ist zunächst einmal festzuhalten, dass Canada kein Dritte-Welt-Land ist. Manchmal herrscht die Vorstellung von grenzenloser Freiheit, jeder kann machen was er möchte. Das ist jedoch gottseidank nicht der Fall.


Das bedeutet, dass für das Thema Einwanderung natürlich gesetzliche Regeln bestehen. Die wesentliche gesetzliche Grundlage ist der sogenannte „Immigration and Refugee Protection Act“, kurz IRPA genannt. Dies ist das Einwanderungsgesetz.

Flankiert wird dieses Gesetzt durch die „Immigration and Refugee Protection Regulations“, kurz IRPR genannt.

Hinzu kommen eine Vielzahl von Arbeitsanweisungen für die Grenzbehörden und die Einwanderungsbeamten. Man darf nicht vergessen: Kanada ist seit vielen Jahrzehnten ein begehrtes Einwanderungsland. Gesetz, Regulation, Arbeitsanweisungen etc. werden laufend angepasst. Sowohl an die Rechtsprechung als auch an die Zielsetzungen der jeweiligen Regierung. Es gibt nahezu nichts, was die Einwanderungsbehörden nicht schon erlebt hätten. Man kann also davon ausgehen, dass über die vielen Jahre hinweg ein sehr effektives System entstanden ist.

Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass es keine Möglichkeit gibt, „irgendwie“ nach Kanada einzuwandern. Alles ist geregelt und miteinander verknüpft. Einwanderungsbehörde und Grenzpolizei (CBSA) arbeiten Hand in Hand, Verstöße werden verfolgt, illegale Einwanderer abgeschoben.

Wer also nach Kanada auswandern möchte, muss sich an die gesetzlichen Grundlagen halten.

Wie funktioniert die Einwanderung nach Kanada?

b) Wie funktioniert die Einwanderung nach Kanada?


Grundsätzlich läuft die Einwanderung immer über eine Antragstellung (Application) bei der kanadischen Einwanderungsbehörde IRCC (Immigration, Refugee, Citizenship Canada). Ziel des Einwanderungswilligen ist die sogenannte Permanent Residency, kurz PR genannt. Dies ist die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis.

Ganz grob vereinfacht dargestellt ist der Weg wie folgt:

  1. Antragstellung in Papierform oder je nach Programm auch online
  2. Überprüfung der Unterlagen durch die Einwanderungsbehörde auf Vollständigkeit
  3. Feststellung ob die Voraussetzungen des Programms erfüllt sind
  4. Sicherheitsüberprüfung, Backgroundcheck durch die Einwanderungsbehörde
  5. Anforderung der medizinischen Untersuchung (medical check)
  6. Falls alles erfolgreich verläuft, erhält man die Aufenthaltserlaubnis „Permanent Residency“ und später eventuell die Staatsbürgerschaft (Citizenship).
Klingt ganz einfach? Ist es manchmal auch, manchmal gilt es jedoch, ein paar mehr Hürden zu überwinden.

Antrag stellen

c) Wer kann einen Antrag zur Einwanderung stellen?

Damit man überhaupt einen erfolgreichen Antrag stellen kann, muss man in eines der mehr als derzeit 80 vorhandenen Programme „passen“. Also die Voraussetzungen des jeweiligen Programmes erfüllen.

Das richtige Programm zu finden, ist der Schlüssel zum Erfolg! Man muss das Programm finden, das zu einem passt und bei dem man die Voraussetzungen erfüllt und ggf. die höchsten Punkte bekommt.

Diese Programme sind zum Teil schon seit vielen Jahren in Kraft, andere ganz neu. Manche haben eine kurze Laufzeit um z.B. den Bedarf an einer bestimmten Berufsgruppe zu decken. Andere wiederum, dienen dazu, Einwanderer in bestimmte Regionen zu bringen, in denen ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen ist.

Als Grundsatz kann man aber festhalten, das es zwei große Bereiche der Einwanderung gibt:

Family Class Hier geht es im Wesentlichen um die Familienzusammenführung. Unter bestimmten Voraussetzungen können Kanadier und Permanent Residents Ihre Familienangehörigen nach Canada holen (Ehegatten, Kinder, Eltern, Großeltern, etc.). Sie müssen hierfür einen Vertrag mit der Regierung unterzeichnen, dass sie alle anfallenden Kosten dieser Personen für einen festgelegten Zeitraum übernehmen und vieles mehr.

Economic Class Die Mehrheit der potentiellen Auswanderer wird sich mit dieser Kategorie beschäftigen müssen. Dies ist der klassische Bereich der Einwanderung. Kanada sucht Einwanderer, die sich ökonomisch am weiteren erfolgreichen Aufbau Kanadas aktiv beteiligen, sei es durch Arbeit oder Selbständigkeit.

Wenn man es auf einen kurzen Nenner bringen möchte sucht Kanada:

  • junge
  • gut ausgebildete
  • berufserfahrene
  • nicht vorbestrafte
  • gesunde
  • gut englisch-/französischsprechende
Menschen, die sich hier niederlassen und dem Land einen Vorteil bringen.

Diese Grundidee ist in den einzelnen Programmen mal mehr, mal weniger deutlich ausgeprägt. So habe ich selbst mich vom Alter nicht abschrecken lassen und mit 53 Jahren den Schritt gewagt und auch erfolgreich absolviert.

In diese Kategorie gehören die Begriffe, die Ihnen vielleicht schon einmal begegnet sind: Express Entry, Skilled Worker, Skilled Trades, Entrepreneur Stream, Provincial Nominee usw.
Leider gibt es darüber hinaus keine weitere (reguläre) Kategorie. Ich habe Menschen getroffen, die dachten, Kanada hätte vielleicht Interesse an Leuten, die hier ihren Lebensabend verbringen möchten, ein Haus bauen und all Ihr Geld hier ausgeben. Zur großen Enttäuschung muss ich sagen, das ist nicht der Fall. Eine Auswanderung als Pensionär, Rentner oder Privatier ohne den Plan einer aktiven Beschäftigung ist nicht möglich. Es gibt hierfür –zumindest derzeit- schlichtweg keine entsprechende Kategorie.
Lampe leuchtet

d) Federal/Provincial?

Kanada besteht als Bundesstaat aus 10 Provinzen und 3 Territorien. Das Einwanderungsrecht ist grundsätzlich Bundessache (Federal). Allerdings haben die Provinzen doch ein erhebliches Mitspracherecht, was die Einwanderung in die jeweilige Provinz betrifft.

Daher gibt es in jeder Provinz eine eigene Einwanderungsbehörde, die selbst wiederum eigene Programme auflegen kann, um die Zielsetzungen der Provinz zu fördern. Erfüllt man die Anforderungen eines dieser Programme, steht am Ende des Antragsverfahrens in der Provinz das sogenannte „Provinicial Nominee“, also die Nominierung durch die Provinz.

Mit dieser Nominierung drückt die Provinz aus, dass der Kandidat die Anforderungen des Programms erfüllt und die Provinz diesen Kandidaten gerne in die Provinz einwandern lassen möchte. Das letzte Wort bei der Vergabe der Permanent Residency hat dann jedoch wieder die Bundesbehörde, die auch die verschiedenen Checks (criminal, background, medical etc.) durchführt.

Dennoch sind die Provincial Nominee Programs eine hervorragende Möglichkeit, eine Einwanderung erfolgreich zu gestalten. Dies liegt daran, dass die Provinzen meist andere Zielsetzungen haben und daher breit sind, von der o.g. Grundidee abzuweichen und beispielsweise ältere Kandidaten oder Kandidaten mit schwächeren Sprachkenntnissen zu akzeptieren.

Temporary versus permanent Immigration

e) Verwirrung temporary versus permanent Immigration

Um die Verwirrung noch etwas weiter zu treiben, muss man noch unterscheiden zwischen zeitlich begrenzter Einwanderung und zeitlich unbegrenzter Einwanderung. Zeitlich begrenzt bedeutet, man wandert ein für eine bestimmte Dauer um zum Beispiel ein Studium zu absolvieren (study permit) oder zu arbeiten (work permit). Man kann durchaus für ein paar Jahre hier sein um zu studieren oder zu arbeiten, muss aber das Land am Ende des gewährten Zeitraums wieder verlassen.

Dagegen ist die permanent residence auf Dauer angelegt, auch wenn die PR-Card immer nur für 5 Jahre gültig ist und dann neu verlängert werden muss.

Das eine hat mit dem anderen zunächst nichts zu tun und doch bestehen Verknüpfungen. So sind manche Einwanderungsprogramme zunächst an ein work permit gebunden, andere bieten während der Bearbeitungsdauer work permits um die Bearbeitungszeit des PR-Antrags zu überbrücken. Wieder andere eröffnen dem vorübergehend hier eingewanderten die Möglichkeit einen Antrag auf permanente Einwanderung zu stellen.

Dennoch bestehen hier viele Missverständnisse und die Begriffe werden bunt durcheinandergeworfen.

Zusammenfassung

f) Zusammenfassung

Wichtig ist für mich, dass Sie das grundsätzliche Konzept der Einwanderung nach Kanada verstehen und so resistent sind, gegenüber Leuten, die Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen. Denn leider gibt es solche Menschen. Ich werde hierauf unter „Vorsicht Falle“ näher eingehen.


Ich möchte Ihnen jedoch Mut machen. Mir selbst erging es so, daß mir ein Berater vor einigen Jahren erklärt hatte, ich hätte keine Chance mehr. Trotzdem habe ich es geschafft. Je weiter man von den Eigenschaften des Ideal-Einwanderers entfernt ist, desto schwieriger ist es und desto fester muss man es auch wollen. Aber man sollte nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, gemeinsam finden wir einen Weg.


Wenn Sie sich nun fragen, was ein Einwanderungsberater ist und wie er Ihnen bei der Verwirklichung Ihres Traumes helfen kann, dann lesen sie unter Einwanderungsberatung weiter.

Canicon Immigration Consulting Inc.


Als staatlich zugelassener Einwanderungsberater (RCIC) kann ich Ihnen auf vielfältige Weise bei der Umsetzung Ihres Auswandertraumes behilflich sein.

Tom Sydow
Zugelassener Einwanderungsberater in Kanada – RCIC (R534201)
Zugelassener Auswanderungsberater durch Bundesverwaltungsamt

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